Digitalisierung und Bildungszeitgesetz – ALEB Mitgliederversammlung

1. August 2019

Vortrag von Verena Nopper (Geschäftsführerin der Akademie des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes) zum Thema
„Chancen und Möglichkeiten digitaler Weiterbildung“.

 

von links:
Dr. Wolfgang Eißen
Martin Hahn, MdL
Dr. Beate Krieg

 

Bei der ALEB-Mitgliederversammlung am 23. Juli in Stuttgart standen Zukunftsthemen der ländlichen Erwachsenenbildung und das Bildungszeitgesetz im Mittelpunkt. Die Evangelischen Frauen in Württemberg sind als Mitglied der ALEB wieder beigetreten – damit sind in der ALEB nun 23 Mitgliedsorganisationen zusammen geschlossen.

ALEB-Vorsitzender Martin Hahn MdL griff in seiner Begrüßung das aktuelle Bienen-Volksbegehren in Baden-Württemberg auf. Die Ziele des Volksbegehrens stimmen zu großen Teilen mit seiner Programmatik überein. Jedoch enthält der Gesetzentwurf zum Teil gesetzestechnische Ungenauigkeiten, so der Ökolandwirt, so dass an manchen Stellen noch Präzisionsbedarf besteht.

Nachdem der bisherige stellvertretende Vorsitzende Egon Oehler sein Amt abgegeben hat, ist Dr. Wolfgang Eißen, in seiner Funktion als Landesgeschäftsführer des Verbandes landwirtschaftlicher Fachbildung in Baden-Württemberg e.V., als neuer stellvertretender Vorsitzender einstimmig gewählt worden.

„Chancen und Möglichkeiten digitaler Weiterbildungsangebote“ referierte Verena Nopper, Geschäftsführerin der Akademie des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes. Mit der Frage „Alles digital oder selbstbestimmt?“ erläuterte sie die Vermittlungsformen vor dem Hintergrund des technischen Rahmens. Dies ist von den ALEB-Mitgliedern rege diskutiert worden. Zentrales Anliegen war dabei auch, dass Webinare und „blended learning“ nur funktionieren, wenn die technischen Voraussetzungen auch für  jede ländliche Gemeinde gegeben sind.

Yvonne Nitsche, Fachstelle für Grundbildung und Alphabetisierung Baden-Württemberg, stellt die Landesintiative Grundbildung vor. In Deutschland können 6,1 Millionen Menschen oder 12,1 Prozent der Bevölkerung nicht oder unzureichend lesen und schreiben. Sie ermutigte dazu Bildungsangebote durchzuführen und Menschen, die dies betrifft, zu stärken, diese Angebote wahrzunehmen.

Die Evaluierung des Bildungszeitgesetzes ist vorgestellt worden. Bei der geringen Teilnahme ist die Validität der Ergebnisse in Frage gestellt worden. Gerade die Qualifizierungen für das Ehrenamt sind für die in der ALEB anerkannten Bildungsträger zentral. Deshalb spricht sich der ALEB-Vorsitzende Martin Hahn für die Mitglieder dafür aus, das Gesetz so zu belassen wie es ist. Bekräftigt wird von der ALEB der Bürokratieabbau und eine landesweite Kampagne, um das Gesetz bekannter zu machen und in die Fläche zu tragen.

Geschäftsführerin Dr. Beate Krieg stellte den Tätigkeitsbericht 2018 vor. Das 50jährigen Bestehen der ALEB ist bei dem Landwirtschaftlichen Hauptfest gefeiert worden und mit einer neuen Homepage ist der Dachverband zukunftsorientiert aufgestellt. Der Haushaltsplan 2018 ist verabschiedet worden, Vorstand und Geschäftsführung wurden entlastet. Die Mitgliederstimmten dem Haushaltsplan 2019 zu.